KI-Strategien von Bund und Ländern

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Mit der nationalen Strategie Künstliche Intelligenz (KI) hat die Bundesregierung einen Rahmen für eine ganzheitliche politische Gestaltung der weiteren Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz in Deutschland gesetzt. Die 16 Bundesländer haben flankierend dazu eigene strategische Schwerpunkte und Maßnahmen beschlossen.

  • Nationale KI-Strategie

  • Baden-Württemberg

  • Bayern

  • Brandenburg

  • Berlin

  • Bremen

  • Hamburg

  • Hessen

  • Mecklenburg-Vorpommern

  • Niedersachsen

  • Nordrhein-Westfalen

  • Rheinland-Pfalz

  • Saarland

  • Sachsen

  • Sachsen-Anhalt

  • Schleswig-Holstein

  • Thüringen

Nationale KI-Strategie

Die Bundesregierung präsentierte im November 2018 eine nationale Strategie Künstliche Intelligenz. Sie zielt darauf, „KI Made in Germany" zu einem internationalen Markenzeichen für moderne, sichere und gemeinwohlorientierte KI-Anwendungen auf Basis des europäischen Wertekanons zu etablieren. Bis 2025 stellt der Bund dafür etwa fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Die Plattform Lernende Systeme wird die Umsetzung der KI-Strategie begleiten und dafür zu einer Plattform für Künstliche Intelligenz ausgebaut werden.

Politische Ziele

Deutschland soll, ausgehend von einer guten Forschungsbasis, ein weltweit führender Standort für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz werden.

  • Technologieführerschaft und Qualitätssiegel „AI Made in Germany“
  • Verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI
  • Entwicklung von KI-Lösungen als Beitrag für Umwelt und Klimaschutz
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog
  • Aufbau eines europäischen KI-Ökosystems, das die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Forschung ausbaut, vielfältige KI-Anwendungen im Interesse der Gesellschaft fördert und auf europäischen Werten basiert

Handlungsfelder

Ausbau der KI-Forschung

  • Aufbau eines nationalen Netzwerks von mindestens zwölf Zentren und Anwendungshubs
  • Aufbau eines weltweit führenden europäischen KI-Netzwerkes unter der Dachmarke „KI – Made in Europe“
  • Einrichtung von mindestens 100 zusätzlichen KI-Professuren und Stärkung der Lehre und Nachwuchsförderung im Bereich KI
  • Binden und Gewinnen der besten Köpfe durch attraktive Arbeitsbedingungen und Vergütungen
  • Aufbau eines deutsch-französischen Forschungs- und Innovationsnetzwerkes („virtuelles Zentrum“)
  • Stärkung der interdisziplinären Forschung zu KI
  • Durchführung von KI-Challenges und Etablierung eines Deutschen Preises für „KI Made in Germany“


Wissenstransfer, Anwendung und Entrepreneurship

  • Schnellerer Transfer von Forschung in konkrete KI-Anwendungen durch Testfelder, Reallabore, Modellversuche, regionale Cluster und neuartige Förderformate
  • Bessere Zugangsmöglichkeiten für Unternehmen zu KI-Technologien, insbesondere von mittelständischen Unternehmen über die Kompetenzzentren Mittelstand 4.0
  • Förderung der Gründungsdynamik für KI-Start-ups durch Förderprogramme (z.B. EXIST) und Wagniskapital
  • Erstellen einer KI-Landkarte zu Anwendungen und Akteuren; KI-Monitoring und Vernetzung der Unternehmen und Institutionen
  • Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen mit KI als einem der Schwerpunkte
  • Bildung eines europäischen Innovationsclusters zu KI und Durchführung von Innovationswettbewerben
  • Öffentlichkeitswirksame Darstellung von Best Practices (insbesondere mit Hilfe der Plattform Lernende Systeme)


Deutsch-Französische Zusammenarbeit

Deutschland und Frankreich unterzeichneten am 16. Oktober 2019 eine gemeinsame KI-Roadmap („Erklärung von Toulouse“). Der Fahrplan sieht Folgendes vor:

  • den Aufbau eines virtuellen Netzwerks zu KI (u.a. Kooperation der deutschen und französischen KI-Kompetenzzentren)
  • die stärkere Vernetzung deutscher und französischer Wirtschaftsakteure
  • einen gemeinsamer Ansatz für eine sichere, souveräne Dateninfrastruktur
  • ein abgestimmtes Vorgehen bei der KI-Standardisierung
  • einen gemeinsamer Ansatz bei Rechtsfragen zu KI
  • sowie einen Diskurs über Sprunginnovationsprojekte.

Wandel der Arbeit

  • Ganzheitlicher und menschengerechter Ansatz basierend auf der selbstbestimmten Entfaltung von Fähigkeiten und Talenten, sozialer Sicherheit und der Gesundheit der Beschäftigten
  • Gründung regionaler Kompetenzzentren für Arbeitsforschung und -gestaltung
  • Fachkräftemonitoring und nationale Weiterbildungsstrategie zur Kompetenzförderung von Erwerbstätigen, insbesondere in Hinblick auf den digitalen Wandel und KI
  • Untersuchung der Auswirkungen von KI am Arbeitsplatz in betrieblichen Experimentierräumen und frühzeitige Einbindung der Betriebsräte bei der Einführung von KI-Anwendungen
  • Qualifizierung von Personalverantwortlichen, Personal- und Betriebsräten (z.B. in Zukunftszentren)
  • Aufbau eines KI-gestützten Online-Einstiegsportals für berufliche Weiterbildung


Datennutzung, Datensicherheit, Recht und Ethik

  • Förderung der Forschung zur Kontrolle und Nachvollziehbarkeit von algorithmischen Prognose- und Entscheidungssystemen sowie zu Verbraucherschutz und Privatsphäre
  • Daten verfügbar machen, z.B. durch potenzielle Datenpartnerschaften zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und durch die Einrichtung von Anreizen und Rahmenbedingungen für das freiwillige und datenschutzkonforme Teilen von Daten (auch aus öffentlich finanzierten Forschungsprojekten)
  • Anpassung des Wettbewerbs- und Urheberrechts, um die Menge an nutzbaren Daten zu erhöhen, ohne persönliche Daten oder betriebliches Knowhow preiszugeben (Kommission Wettbewerbsrecht 4.0)
  • Anpassung des Arbeitsrechts und Beschäftigtendatenschutzgesetzes
  • Schaffen eines rechtssicheren Ordnungsrahmens für KI-Akteure


Internationale und gesellschaftliche Dialoge

  • Europäischer und transatlantischer Dialog zum menschenzentrierten Einsatz von KI in der Arbeitswelt
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog über die ethische, rechtliche, kulturelle und institutionelle Gestaltung von KI – die Plattform für Künstliche Intelligenz wird hier eine Schlüsselrolle einnehmen
  • Entwicklung eines Ökosystems für gemeinwohlorientierte KI unter dem Label „Civic Coding ‒ Innovationsnetz KI für das Gemeinwohl“, inklusive Umsetzung der Projekte Civic Innovation Platform, Civic Data Lab und KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz

Baden-Württemberg

In seiner 2020 aktualisierten Innovationsstrategie benennt die baden-württembergische Landesregierung Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 als eines von fünf Zukunftsfeldern zur Erschließung neuer Wertschöpfungspotenziale. Strategische Ziele und Maßnahmen hatte sie bereits 2018 in der landesweiten Digitalisierungsstrategie digital@bw festgelegt. Baden-Württemberg will weltweite Leitregion des digitalen Wandels werden, als Standort die besten Köpfe anziehen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft als Grundlage für die Entwicklung von KI-Anwendungen bereitstellen. Seine Stärken in der Spitzenforschung sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette will das Land als strategischer Partner der Bundesregierung in die Umsetzung der nationalen KI-Strategie einbringen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Ökosystems für KI

  • Ausbau des Cyber Valley als Exzellenzzentrum zur Stärkung der Grundlagenforschung und Entwicklung von KI-Sprunginnovationen sowie als attraktiver Standort für internationale Spitzenkräfte und junge Talente
  • Ausbau des de:hub Artificial Intelligence zu einer Plattform für die Anwendung und Kommerzialisierung von KI und verstärkte Zusammenarbeit mit europäischen Partnern
  • Format Reallabor KI zur gemeinsamen Erarbeitung von KI-Anwendungen durch Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft

Forschung und Transfer

Vernetzung

  • Beteiligung an der Konsultation der EU-Kommission zu Ethik und KI
  • Vernetzung im Rahmen der Internationalen Bodensee-Konferenz sowie mit Donauraum-Staaten

KI für den Mittelstand

  • Aufbau von 19 regionalen  KI-Labs als Anlaufstellen für KMU mit Informations-, Erprobungs- und Experimentierräumen
  • Fortschrittszentrum „Lernende Systeme“ als zentrale Anlaufstelle für KMU im Cyber Valley
  • Innovationswettbewerb KI für KMU zur Förderung innovativer Einzelvorhaben und Verbundforschungsprojekte
  • Aufbau des KI-Fortschrittszentrums „Lernende Systeme“ durch das Land und die Fraunhofer-Gesellschaft, um KMU durch anwendungsnahe Forschung und Technologietransfer beim Einsatz von KI zu unterstützen
  • Machbarkeitsstudie für einen Innovationspark KI als Innovations- und Wertschöpfungszentrum für KI-basierte Produkte und Dienstleistungen
  • Auszeichnung vorbildhafter KI-Unternehmen und -Forschungseinrichtungen (KI Champions Baden-Württemberg)
  • Ausbau der Kooperation von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit KMU im Bereich KI

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)

  • Nachhaltigkeit: Einsatz von KI im Bereich Energie-/Materialeffizienz und Elektromobilität; KI-basierte Umweltsuchmaschine
  • Bildung: Digitale Lernangebote für den Kompetenzerwerb bei Sprachen/Kommunikation; KI-Weiterbildungsangebote in der Breite
  • Gesundheit: KI-basiertes Diagnostiksystem für Hauttumore
  • Verwaltung: KI-basierter Chatbot zu Steuerfragen; Einsatz von KI in der Fernerkundung
  • Kriminalitätsbekämpfung: Einsatz von KI zur Erkennung gefälschter Dokumente, zur Auswertung polizeilicher Sachverhalte, zur Bewertung von DNA-Proben und zur Video-Überwachung

Bayern

Im Oktober 2019 stellte die Landesregierung die Hightech Agenda Bayern vor, die im September 2020 durch die Hightech Agenda Plus ergänzt wurde. Bis zum Jahr 2023 sind Investitionen von 3,5 Milliarden Euro in den Kompetenzausbau im Bereich neuer Technologien vorgesehen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und Lehre

  • Aufbau eines bayerischen KI-Netzwerks, das im Hochschulbereich vier thematisch ausgerichtete Knotenpunkte mit 50 neu bereitgestellten KI-Professuren enthält: München (Intelligente Robotik), Würzburg (Data Science), Ingolstadt (Mobilität) und Erlangen (Gesundheit)
  • Wissenschaftsgeleiteter Wettbewerb zur Vergabe von 50 weiteren neuen KI-Professuren
  • Stärkung regionaler KI-Kompetenzen: Amberg-Weiden (Digitaler Campus), Aschaffenburg (Medizintechnik), Deggendorf (KI für KMU und den ländlichen Raum) und Kempten (Pflege Digital)
  • Förderung des Munich Center for Machine Learnung (MCML) der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität München als eines von sechs KI-Kompetenzzentren bundesweit
  • Ausbau des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zum informationstechnischen Kompetenzknoten für Big Data und KI (Supercomputing, Quantencomputing, Machine Learning)
  • Stärkung der Informatik als Fach an allen Hochschulen
  • Ausbau der außeruniversitären KI-Forschung insbesondere bei Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft (z. B. Neugründung Fraunhofer Institut für Kognitive Systeme IKS in München)

Anwendungsorientierter Transfer

  • Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis; z.B. mit durch die „KI-Fabrik“ (angebunden an das Munich Institute of Robotics and Machine Learning (MIRMI)
  • Politische Weichenstellung für die KI-Mission Robo.Care in Garmisch-Partenkrichen
  • Autonome Mobilität: Erprobung des Fahrzeugvernetzung auf dem digitalen Testfeld A9; Regionalverbünde mit den Themenschwerpunkten ausfallsichere Systemarchitektur, innovative Absicherungs- und Testkonzepte
  • Förderung von industriegeführten Kooperationsprojekten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen des Bayerischen Verbundforschungsprogramms (BayVFP)

Vernetzung

  • Aufbau einer Bayerischen KI-Agentur zur Vernetzung von KI-Akteuren, Unterstützung bei der Drittmitteleinwerbung sowie für Technologie- und Talentscouting
  • Etablierung eines Bayerischen KI-Rats aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft zur fachlichen und strategischen Steuerung der KI-Agentur sowie zur Beratung der Bayerischen Staatsregierung

Brandenburg

Brandenburg veröffentlichte im Sommer 2024 eine Landesstrategie Künstliche Intelligenz. Der Prozess zur Erstellung des Papiers wurde 2022 federführend vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) gestartet und 2024 vom Brandenburger Kabinett verabschiedet. Die Landesstrategie soll laufend fortgeschrieben werden. Seit 2018 existiert zudem die Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg.

Zentrale Ziele und Handlungsfelder im Bereich KI

  • Forschung
    • Förderung von Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung
  • Anwendung und Transfer
    • Aufbau einer leistungsfähigen, sicheren und nachhaltigen Infrastruktur zur Entwicklung und Anwendung von KI
    • Stärkung von brandenburgischen Unternehmen in der KI-Anwendung in der bestehenden Wertschöpfung und zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
    • Vernetzung relevanter KI-Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Kultur und Zivilgesellschaft mit dem Ziel, Synergieeffekte zu nutzen und den Transfer zu fördern
    • Förderung der KI-Anwendung zur Erreichung der Klima- und Umweltschutzziele und zur Verbesserung des Katastrophenschutzes des Landes Brandenburg
  • Gesellschaft, öffentliche Verwaltung und Bildung
    • Erarbeitung eines verlässlichen Gestaltungsrahmens für den menschen-zentrierten Einsatz von KI
    • Einbindung der Brandenburgerinnen und Brandenburger in die Debatte rund um die Gestaltung und den Einsatz von KI
    • Zukunftssicherer Ausbau der Landesverwaltung und öffentlicher Strukturen mit KI; zugleich Verbesserung von Teilhabechancen durch KI
    • Förderung schulischer und universitärer Bildung im Bereich KI; Angebote in der Ausbildung, Erwachsenen- und Fortbildung

Berlin

Seine Digitalisierungsaktivitäten bündelt Berlin in der Abteilung Energie, Digitalisierung, Innovation der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Der inhaltliche Fokus liegt auf Startups und Digitalwirtschaft, Mittelstand, Digitale Technologien sowie Initiativen und Veranstaltungen. Künstliche Intelligenz ist Teil der Innovationsstrategie InnoBB.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Netzwerkbildung und Dialog

  • Studien zur Nachfrage von KI in Berlin sowie vorhandenen KI-Fachkräften
  • Förderung von Veranstaltungen (z.B. KI-Werkstätten, MeetUps, Coding-Workshops)
  • Sichtbarmachen von innovativen KI-Anwendungen in Berlin über die Website ki-berlin.de

Forschung

  • Unterstützung beim Zusammenschluss der beiden vom BMBF geförderten KI-Kompetenzzentren zum Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) mit Verzahnung der KI-Aktivitäten aller Berliner Hochschulen.

Technologietransfer

  • Förderung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) ab 2020
  • Gründung der Digitalagentur Berlin (DAB) zur Beratung und Vermittlung von KI-Implementierung in KMU
  • KI-Pilotprojekte in der Verwaltung
  • Aufbau eines KI-Hubs in Kooperation mit dem DFKI

Bremen

Mit der im Oktober 2020 verabschiedeten Strategie "BREMEN.KI – Strategie Künstliche Intelligenz“ will das Land vorhandene Stärken in der KI-Forschung mit weiteren Akteuren vernetzen und Bremen zu einem der wichtigsten KI-Standorte in Deutschland ausbauen. Die Strategie fokussiert die Handlungsfelder "Wissenschaft", "Wirtschaft", "Gesellschaft" und "Qualifizierung" und basiert auf einem 2019 veröffentlichten Eckpunktepapier.

Die Fachkräftestrategie 2019 des Landes thematisiert Herausforderungen neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz für Arbeitsmarkt und Beschäftigung. In der Zukunftsinitiative Smart – Digital – Mobil koordiniert das Land Projekte zu Themen wie Autonomes Fahren und Smart Services.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Vernetzung

Transfer

  • Aufbau eines "Bremer KI-Transfer-Zentrums" mit Standorten in Bremen und Bremerhaven zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit KMU
  • Entwicklung von KI-unterstützten Lösungen für den Handel im Projekt Knowledge4Retail durch Bremer Forschungseinrichtungen und Unternehmen
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein
  • Aufbau des DIGITAL HUB Industry als ein interdisziplinäres, industrieübergreifendes Umfeld aus Universität, Forschungseinrichtungen, Transfer-Einrichtungen sowie jungen und etablierten Wirtschaftsunternehmen

Internationaler Austausch

  • German-Canadian Concourse: Plattform für den Austausch zwischen Deutschland und Kanada mit jährlichen Experten-Panels zum Thema Künstliche Intelligenz
  • Forschungsmarketingprojekt TransAIR (Transatlantic AI-based Robotic): Austausch von sieben Forschungseinrichtungen aus der Region Bremen mit US-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern zu Forschung, Kommerzialisierung und Einfluss von KI und Robotik auf die Arbeitswelt

Hamburg

Mit der Digitalstrategie für Hamburg beschloss der Hamburger Senat im Januar 2020 digitalstrategische Leitlinien für alle Bereiche des Gemeinwesens. Mit dem Konzept der „Digitalen Räume“ will die Stadt dem fach- und ressortübergreifenden Charakter von Digitalisierungsprojekten gerecht werden und die Kooperation der vielfältigen Akteure inner- und außerhalb Hamburgs (z.B. Behörden, städtische Einrichtungen, Unternehmen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft) fördern. Auch im Bereich Künstliche Intelligenz soll der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Hamburg branchenübergreifend und interdisziplinär gestärkt werden.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Technologietransfer und KI-Hub

  • Gründung des Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) e.V. im September 2019 zur Vernetzung von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen sowie mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Ausbau des Health AI Hub (HAIH) zu einem Ökosystem für Unternehmen, die KI-basierte medizinische Lösungen anbieten
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

Praktische Anwendung von KI in der Verwaltung

  • Chatbot „Frag-den-Michel“: Testbetrieb eines textbasierten, lernenden Dialogsystems, das Bürgerinnen und Bürgern allgemeine Auskünfte zu Verwaltungsdienstleistungen gibt
  • Erprobung von KI bei der Auswertung von Beschwerden und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie bei der elektronischen Aktenführung

Hessen

Die hessische Landesregierung erarbeitete in enger Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern von Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe, Forschungseinrichtungen und Verbänden die Strategie Digitales Hessen. Sie adressiert unterschiedliche Bereiche, in denen der digitale Wandel aktiv gestaltet werden soll. Teil der Strategie ist wiederum KI made in Hessen, die KI-Zukunftsagenda des Landes, die als strategischer Rahmen für bestehende KI-Projekte und künftige Maßnahmen dient. Konkrete Handlungsfelder sind die Förderung von KI-Anwendung, die Förderung von Forschung und Lehre zu KI, die Stärkung von KI-Kompetenzen in der Gesellschaft, die Einführung von KI in der Verwaltung sowie die Entwicklung einer nachhaltigen Recheninfrastruktur. Innovationen sollen besonders in den Bereichen Gesundheit, Finanzen und Mobilität vorangetrieben werden.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Innovationen in der Anwendung

  • Aufbau eines Gründungs- und Transferzentrums als Anlaufstelle zur Innovationsförderung; insbesondere für Studierende, AbsolventInnen und Absolventen und Forschende
  • Gründung eines AI Quality & Testing Hubs, um Forschung, Entwicklung, Normung sowie Testung enger miteinander zu verzahnen und so die Qualität von KI-Systemen zu steigern
  • Gründung eines KI-Innovationslabors, um Zugang zu KI-Supercomputerinfrastruktur und KI-Expertise zu ermöglichen; für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Unternehmen verschiedener Größen
  • Planung zweier Innovationshubs im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ (EDIH)

Forschung und Lehre

  • Gründung eines Standorts des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Darmstadt

Recheninfrastruktur

  • Förderung des Hessischen Zentrum für Angewandtes Quantencomputing der Fraunhofer-Gesellschaft, um Potentiale der Technologie für die Anwendung nutzbar zu machen

KI-Kompetenzen

  • Förderung des Projekts „Digitales Hessen: Einfach KI!“: digitale und analoge Angebote, um einen allgemeinverständlichen Zugang zu KI-Themen zu ermöglichen
  • Fortlaufende Bespielung der Website Wie digital bin ich?: einfache Vermittlung von KI-Themen, Online-Kurse zur Förderung digitaler Kompetenzen, Präsentation von Best Practice-Beispielen
  • Aufbau einer KI-Themenplattform durch die KI-Mission des House of Digital Transformation e.V.; als Projekt zur Fachkräfteentwicklung und Vernetzung von Unternehmen und Masterstudierenden

Verwaltung

  • Austragung eines Ideenwettbewerbs zur Förderung des KI-Einsatzes in der öffentlichen Verwaltung
  • Geschäftsstelle Smarte Region Hessen: Unterstützung von hessischen Kommunen und Regionen bei KI-Innovationen und der Digitalisierung
  • Umsetzung der Projekte „Chatbots der Landesverwaltung“ und „KI-Vernetzung: Landesverwaltung trifft Wissenschaft“

Mecklenburg-Vorpommern

Die Landesregierung hat im Mai 2018 eine Digitale Agenda für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Schwerpunkte sind der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Stärkung der Digitalisierung in Wirtschaft, Bildung, Forschung und Verwaltung. Weiter sieht das Programm unter anderem den Aufbau eines Kompetenzzentrums „Digitalisierung in der Arbeitswelt“ vor.

Im Oktober 2020 hat der Strategierat Wirtschaft – Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern die Regionale Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung Mecklenburg-Vorpommern 2021-2027 (RIS M-V) beschlossen und damit die bestehende Regionale Innovationsstrategie 2020 überarbeitet sowie strategisch neu ausgerichtet. Besonderes Augenmerk legt die neue RIS M-V u.a. auf das Querschnittsfeld „Informations- und Kommunikationstechnologien“. KI-Themen werden insbesondere unter dem Stichwort „Big Data Analytics“ – eine der beiden spezialisierten IT-Basistechnologien der RIS M-V – adressiert. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau und der Vernetzung entsprechender Kompetenzzentren.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

  • Vielfältige Forschungsaktivitäten im Bereich KI-Anwendungen und zu Grundlagen der KI (beispielhaft KI-Karte M-V des Kompetenzzentrums M-V)
  • Förderung von vier Forschungsverbünden mit KI-Schwerpunkt durch ein Exzellenzforschungsprogramm „Digitalisierung der Forschung“ (gefördert durch Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern)

Transfer

  • Zentrum für Künstliche Intelligenz M-V als Anlaufstelle für kleinerer und mittlerer Unternehmen, die KI-Technologien entwickeln oder einsetzen wollen (Informationen zu KI, Potentialanalyse, Technologieempfehlungen, Ausrichtung von Workshops)

Öffentlicher Sektor

  • Arbeit an passgenauen KI-Lösungen für den öffentlichen Sektor

Niedersachsen

In Ihrer 2022 vorgestellten KI-Strategie für Niedersachsen formuliert die Landesregierung konkrete Ziele und Maßnahmen für den Bereich der Künstlichen Intelligenz. Das Gesamtvolumen aller Maßnahmen, die zum Teil über den Bereich der KI hinausgehen, beträgt gemeinsam mit den Kofinanzierungen aus Bund und EU rund 350 Millionen Euro. Die Strategie soll die politischen Rahmenbedingungen im Hinblick auf Datenschutz und Ethik gestalten und zugleich die Innovation in Wissenschaft und Wirtschaft fördern. Ein menschenzentrierter Ansatz ist dabei von zentraler Bedeutung, um Akzeptanz und Vertrauen für den KI-Einsatz zu schaffen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Dateninfrastruktur

  • Mitwirkung am europäischen Projekt GAIA-X, um gemeinsame europäische Dateninfrastruktur zu entwickeln

Wirtschaft

  • Neustart des Förderprogramms Digitalbonus Niedersachsen
  • Gründung und Förderung eines Innovationsclusters mit Schwerpunkt KI in der Agrarbranche (Ziel: Förderung von Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft)
  • Förderung des Regionalen Zukunftszentrums Nord zur beruflichen Weiterbildung

Bildung

  • Beteiligung an länderübergreifendem Projekt zur Entwicklung einer Adaptive Learning Cloud (Ziel: Erprobung individualisierter/adaptiver Lehr- und Lernanwendungen
  • Schrittweise Einführung von Informatik als verpflichtendes Schulfach für Schülerinnen und Schüler (ab 2023/24)
  • Förderung des Digital Campus Niedersachsen als niedrigschwelliges Lernangebot zur Erlangung grundständiger KI- und Digitalkompetenzen

Anwendungsorientierter Transfer

  • Vielzahl an öffentlich geförderten KI-Projekten im Verbund des Zentrums für Digitale Innovation Niedersachsen (ZDIN); u.a. in den Bereichen Agrar, Energie, Arbeit, Gesundheit, Mobilität, Produktion, Wasser

Forschung

  • Ausbau von Forschungskapazitäten an Hochschulen (u.a. Förderung des Forschungszentrum L3S an der Leibniz Universität Hannover, Einrichtung von 50 Digitalisierungsprofessuren u.a. am KI-Campus der Universität Osnabrück)
  • Ausbau von außeruniversitären Forschungseinrichtungen (u.a. Anschubfinanzierung des Standortes Niedersachsen des Deutsches Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz in Osnabrück und Oldenburg)
  • Auf- und Ausbau von (Forschungs-) Dateninfrastrukturen (u.a. Beteiligung an NFDI und GAIA-X)
  • Ausbau (räumlicher) Strukturen für Transfer und Co-Innovation (u.a. Förderung des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen)

Polizei, Justiz und Verwaltung

  • Entwicklung einer KI-basierten Software zur Bekämpfung von Kinderpornografie beim LKA
  • Erprobung KI-basierter Textanalyse- und Strukturierungswerkezeuge in der Justiz
  • Entwicklung einer KI-gestützten Datenanalyse in der Steuerverwaltung (in Kooperation mit der Universität Oldenburg und dem Landesamt für Steuern)

Umwelt und Regionalentwicklung

  • Förderung eines neuen Zukunftslabors im Bereich des digitalen Wassermanagements

Nordrhein-Westfalen

Im April 2019 wurde die Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen im Landtag vorgestellt. Eines der zentralen Ziele war es, das Kompetenznetzwerk KI.NRW zu einem der führenden Kompetenznetzwerke in Europa auszubauen.

Im November 2021 wurde die Digitalstrategie 2.0 vom Landeskabinett beschlossen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dieser Strategie hat sich die Landesregierung Ziele gesetzt, die sie in unterschiedlichen Handlungsfeldern erreichen möchte. Im Bereich der KI liegt ein besonderer Fokus auf dem kontinuierlichen Ausbau der Kompetenzplattform KI.NRW und der Verstetigung des Kompetenzzentrums „Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R)“ als nationales KI-Kompetenzzentrum „Lamarr Institute“.

Zudem konzentriert sich die Landesregierung auf die Aus- und Weiterbildung von Schülerinnen und Schülern, von Auszubildenden, Studierenden und Berufstätigen. Hierfür werden verschiedene Initiativen zur KI-Qualifizierung und -Nachwuchssicherung sowie zum lebenslangen Lernen zu KI gefördert. Ziel ist es, den zunehmenden Einsatz von KI im Berufsleben, aber auch im Privatleben aktiv zu gestaltet, Vorbehalte abzubauen und neue Fähigkeiten zu vermitteln.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

  • Verstetigung des Kompetenzzentrums „Maschinelles Lernenden Rhein-Ruhr (ML2R) als „Lamarr Institute for Machine Learning and Artificial Intelligence“: Fokus auf Forschung, Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses und Transfer in die Industrie; Forschungsschwerpunkte u.a. auf: Hybrides, ressourcenschonendes maschinelles Lernen, vertrauenswürdige, verkörperte KI und menschenzentrierte Systeme

Transfer Kompetenznetzwerk KI.NRW

  • Anspruch: Nordrhein-Westfalen zu einem bundesweit führenden Standort für angewandte KI ausbauen, in internationalen Netzwerken etablieren und als zentrale Landes-Dachorganisation den Dreiklang aus Spitzenforschung, Innovation und Unternehmertum vereinen
  • Ziele: Transfer von KI aus der Spitzenforschung in die Wirtschaft (insbesondere den Mittelstand); Stärkung der beruflichen Qualifikation zu KI; Forschung zu KI sichtbar machen und praxisorientiert ausrichten; Gestaltung eines gesellschaftlichen Dialogs zu vertrauenswürdiger, menschenzentrierter KI
  • Angebote: digitales Informationsportal mit Good Practice-Beispielen, Orientierungsangeboten, News zu KI; Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen durch Konferenzen, Workshops und in Projekten; Begleitung von Unternehmen bei der KI-Einführung und Identifikation von Use Cases

Schulbildung

  • Förderung des Projekts „KI-Algorithmen im Informatikunterricht“: Entwicklung von KI-Lerninhalten und Materialien; projektbeteiligt sind das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, das Institut für Mathematikdidaktik (IMD), das Department Mathematik/Informatik (DMI) der Universität zu Köln und die InterScience-Akademie für Algorithmik (ISAFA)

Hochschulbildung

  • KI-Starter: Förderung junger Forscherinnen und Forscher (PostDoc) zur Umsetzung ihres eigenen Forschungsvorhabens im Bereich KI/ML, dadurch Weiterentwicklung der akademischen Karriere (Teil der Förderlinie „Künstliche Intelligenz / Maschinelles Lernen des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft)
  • Standortübergreifendes Graduiertenkolleg „Trustworthy AI for Seamless Problem solving: Next generation Intelligence Joins Robust Data Analysis“ (kurz: Data NInJA)“: Förderung und Unterstützung von Promovierenden (Teil der Förderlinie „Künstliche Intelligenz / Maschinelles Lernen des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft)
  • Digitalisierungsoffensive: Förderungen von Projekten zum KI-Einsatz in Studium und Lehre: u.a. „KI:edu.nrw“ zu Learning Analytics in der Hochschulbildung (Zentrum für Wissenschaftsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum); „Adaptiertes Lernen in der Studieneingangsphase (ALiSE)“ zu KI-basierten und individualisierten Lernangeboten für StudienanfängerInnen im Bereich Mathematik/Sprache (Universität Wuppertal); „beVinus.NRW“ zur KI-gestützten Vorbereitung von Studierenden auf Studienanforderungen (Universität Wuppertal, TU Dortmund, RWTH Aachen); „AIStudyBuddy“ zur individualisierten und feedbackgetriebenen Studienverlaufsplanung (RWTH Aachen, Bergische Universität Wuppertal, Ruhr-Universität Bochum)

Weitere Handlungsfelder

  • Förderung des KI-Einsatzes im Gesundheitswesen, im Bereich Energie und in der öffentlichen Verwaltung

Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Landesregierung stellte im September 2020 ihre KI-Agenda vor. Zur Stärkung ihrer Wissenschaftslandschaft im KI-Bereich verdoppelt sie ihre Projektmittel bis Ende 2023 auf rund 36 Millionen Euro.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

  • Gründung einer KI-Allianz zwischen Wissenschaftsministerium und vier Universitäten, um Positionierung und Wahrnehmung der im Land vorhandenen KI-Kompetenzen zu forcieren
  • Projektförderung aktueller Themen und institutionelle Forschungsförderung der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
  • Einrichtung von bis zu zehn neuen KI-Professuren

Anwendungsorientierter Transfer

  • Gründung eines KI-Boards in der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), das KI-Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft landesweit vernetzt
  • Ernennung zweier KI-Botschafter/innen, um auf internationaler Ebene über die rheinland-pfälzischen Forschungseinrichtungen mit KI-Know-how zu informieren und bei der Anbahnung und Vermittlung internationaler Kontakte zu unterstützen
  • Ernennung einer KI-Lotsin, um bei Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft das Wissen zu Einsatzmöglichkeiten von KI-Methoden und die im Land vorhandenen infrastrukturellen, institutionellen und personellen Kompetenzen zu erhöhen
  • Gründung von KI-Labs an Forschungseinrichtungen, um KMU anhand von beispielhaften Anwendungen über die Potenziale von KI zu informieren und die Netzwerkbildung zu forcieren

Qualifizierung und Weiterbildung von Fachkräften

  • Förderung des wissenschaftlichen KI-Nachwuchses im Rahmen von KI-Forschungskollegs und KI-Nachwuchsgruppen
  • Bündelung der Qualifizierungsangebote von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in einer KI-Academy
  • Entwicklung neuer Angebote zur personenbezogenen KI-Kompetenzentwicklung
  • Aufbau einer zentralen und themenoffenen Vernetzungsplattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Saarland

Die Weiterentwicklung des Bereiches Künstliche Intelligenz im Saarland erfolgt auf Basis der aktuellen Innovationsstrategie mit den Schlüsselbereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Automotive/Produktion sowie LifeScience/Materialien. Damit legt das Land den Grundstein, um das Querschnittsthema Digitalisierung mit den Fokusthemen KI und Cybersicherheit, Smart Production und Smart Mobility sowie Life Sciences und Material Sciences in seiner Technologiepolitik zu verankern und weiter zu entwickeln. Das Land wird den KI-Schwerpunkt strategisch weiter ausbauen und insbesondere in die Anwendungsdomänen bringen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und KI-Hub

  • Schaffung eines KI-Hotspots in den Schwerpunktbereichen Automotive, Industrie 4.0, eHealth und eGovernment.
  • DFKI und CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit als Ausgangspunkt für zusätzliche Spitzenprojekte in den Bereichen Cybersicherheit und KI sowie für die Entwicklung neuer Exzellenzinitiativen.
  • Erschließung von 10 Hektar Gewerbefläche im Umfeld von DFKI, CISPA-Helmholtz-Zentrum und weiteren IT-Forschungseinrichtungen für Ausgründungen und Ansiedlungen von IT-Unternehmen (insbesondere aus den Bereichen Informationssicherheit und KI)
  • Mittelfristiges Ziel: Ausbau zu einem bundesweiten Hub für Innovation, Neugründungen, Industrieforschung und Technologietransfer im IT-Bereich.

Förderung und Transfer

Sachsen

Die sächsische Staatsregierung veröffentlichte im Herbst 2021 eine KI-Strategie für den Freistaat Sachsen. Sie basiert auf einer Stärken-Schwächen-Analyse der sächsischen Wirtschaft im Themenfeld KI, die in einem ressortübergreifenden Prozess unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten aus Forschung, Lehre, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erstellt wurde. Begleitend haben Bürgerinnen und Bürger ihre Ansichten über eine Beteiligungsplattform beigesteuert; zahlreiche Verbände, gesellschaftliche Gruppen und regionale Forschungsverbünde haben sich mit eigenen Positionspapieren an der Arbeit zur KI-Strategie beteiligt.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und Bildung

  • Stärkung des Forschungsstandorts Sachsen durch Ausbau der Forschungsstrukturen, interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Innovationsgenerierung und Technologietransfer in die Wirtschaft
  • Anwerbung von Fachpersonal aus dem In- und Ausland durch KI-Standortmarketing und attraktive Rahmenbedingungen
  • Wecken von KI-Interesse bei Schülerinnen, Schülern, Auszubildenden und Studierenden mit Hilfe moderner technischer Ausstattung, zuverlässiger Breitband-Anbindung und KI-Wissen als verpflichtendem Bestandteil der Aus- und Weiterbildung

Verwaltung

  • Schaffung notwendiger Voraussetzungen und Einrichtung einer KI-Kompetenzstelle Sachsen als zentrale Auskunftsstelle bei Fragen zu Bildungsangeboten, Datenzugang und Datentransfer, der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und Beratung von Unternehmen zu Fördermöglichkeiten
  • Einsatz von KI für eine kundenorientierte Verwaltung
  • Verbraucherbildung in Hinsicht auf die Komplexität von KI-Anwendungen und deren Auswirkung auf das alltägliche Leben

Ethik und Daten

  • Entwicklung eines innovationsförderlichen Regelungsrahmens, der sich zügig an neue Begebenheiten anpassen lässt, sowie Test-, Lern- und Anpassungsmöglichkeiten bietet
  • Vertrauensbildung in KI-Anwendungen durch transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit
  • Erhöhung von Datenmengen und Vernetzung von Datenbeständen bei gleichzeitiger Garantie der Datensouveränität der Bevölkerung sowie Vereinbarkeit mit bundesweiten und europäischen Richtlinien

Wirtschaft

  • Nutzung der Potentiale von KI – nicht nur für die unternehmerische Wertschöpfung, sondern auch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten
  • Anpassung arbeitsrechtlicher Regelungsrahmen sowie des Arbeits- und Gesundheitsschutzes an KI

Sachsen-Anhalt

Mit der Digitalen Agenda für das Land Sachsen-Anhalt hat das Land im Jahr 2018 einen Zehn-Punkte-Plan zur Gestaltung der Digitalisierung vorgelegt. Zentrale Themen sind die digitale Infrastruktur, Begleitung von Unternehmen und Beschäftigen im digitalen Wandel sowie der Aufbau von intelligenten Verkehrssystemen.

Schleswig-Holstein

Mit ihrem Digitalisierungsprogramm legte die Landesregierung im Juni 2018 den Handlungsrahmen zum Einsatz von KI fest. Nachdem 2019 im Dialog mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen, der Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft eine KI-Strategie für Schleswig-Holstein entstanden ist, wurde diese im Dezember 2021 fortgeschrieben. Durch diese Aktualisierung soll der Fokus der Strategie noch deutlicher auf der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft liegen. Künstliche Intelligenz soll dazu beitragen, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft (insbesondere der KMU) zu sichern, Schleswig-Holstein als attraktiven Standort für KI-Start-ups und -Fachkräfte auszubauen und die Verwaltung bürgerfreundlicher und leistungsfähiger zu gestalten. Um die Bürgerinnen und Bürger zu einer konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit KI zu befähigen, wird Informatik als schulisches Pflichtfach eingeführt. Bei der Forschungs- und Unternehmensförderung konzentriert sich das Land auf die Schwerpunktbereiche Gesundheit, Medizin, maritime Wirtschaft, erneuerbare Energien sowie Land- und Forstwirtschaft.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Transfer und Vernetzung

Forschung

  • Förderung von zwölf KI-Professuren bis 2027
  • Vernetzung mit der Wirtschaft & Einbindung in volkswirtschaftliche Wertschöpfung

Öffentliche Daten

  • Bereitstellung von öffentlichen Daten für die Entwicklung von KI-Anwendungen über das Portal Open Data Schleswig-Holstein
  • Entwicklung von zukunftsweisenden Lösungen für eine bürgernahe digitale Verwaltung durch das Joint Innovation Lab

Bildung und Kultur

  • Entwicklung einer hochschulübergreifenden Lehr-Lern-Plattform zur Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen der Datenanalyse, -nutzung und -verwertung
  • Erstellung von Unterrichtsmaterialien und Modulen zur virtuellen Lehrerfortbildung
  • Einführung von Informatik als schulisches Pflichtfach

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)

Thüringen

Die Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft wurde in einem Beteiligungsprozess unter Einbeziehung von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entwickelt. Sie behandelt Künstliche Intelligenz als eines von mehreren Querschnittsthemen. Der Freistaat Thüringen will Entwicklung und Einsatz von KI-Technologien unterstützen, um die Potenziale – insbesondere von Big Data und vernetzten Systemen – in Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Energie und Industrie 4.0 zu erschließen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Förderprogramme

  • Digital-Bonus als niederschwelliges Angebot für KMU zur Unterstützung bei Digitalisierung und Anwendung von KI
  • FTI-Förderung zur Stärkung von Innovationsfähigkeit sowie Wissens- und Technologietransfer von Wissenschaft und Wirtschaft
  • Programm Pro Digital zur Förderung digitaler Innovationen in der grundlagenorientierten und anwendungsnahen Forschung

Transfer und Vernetzung

  • Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 als Anlaufstelle für Unternehmen bei Fragen zu Digitalisierung und KI mit Workshops, Beratungsangeboten und Veranstaltungen
  • Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Ilmenau mit fünf Modellfabriken für praxisnahe Demonstrations- und Umsetzungsprojekte
  • Thüringer Clustermanagement zur strategischen Entwicklung besonders leistungsfähiger KI-Akteure sowie zur Förderung von Vernetzung und Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen
  • Zentrum für Robotik und Lernende Systeme an der TU Ilmenau als Schnittstelle zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wirtschaft
  • Regelmäßige Veranstaltungen für regionale KI-Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft
  • Umfrage unter KI-Akteuren zu Bewertung von KI und benötigten Unterstützungsangeboten

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)